Deckungsbeitrag

Man verwendet den Deckungsbeitrag in der Kosten- und Leistungsrechnung und es ist eine entscheidende Einflussgröße - insbesondere bei dem Fall, ob und welches Produkt produziert werden soll oder nicht. Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus der Differenz zwischen den (gesamten) Erlösen bzw. Umsätzen und (gesamten) variablen Kosten. Somit handelt es sich bei dem Deckungsbeitrag um den Betrag, den man zu der Deckung von fixen Kosten verwendet.
Man kann den Deckungsbeitrag nicht nur auf Grundlage der Gesamtmenge sondern auch auf eine Mengeneinheit bzw. Stückgröße berechnen. Sofern man mit den Gesamterlösen und den gesamten variablen Kosten rechnet, erhält man den Gesamtdeckungsbeitrag, der in der Regel als DB bezeichnet wird, und bei der Berechnung mit Stückgrößen berechnet man den Deckungsbeitrag pro Stück. Hier bezeichnet man den Deckungsbeitrag pro Stück dann als db. Auch im Weltraum-Browsergame Battlestar Galactica muss ein positiver Deckungsbeitrag angestrebt werden, denn nur so können die Kosten für die Anschaffung neuer Raumschiffersatzteile finanziert werden.

Deckungsbeitrag ist wenn die Allgemeinen kosten nicht mit berechnet sind

Der Deckungsbeitrag ist bei der Vollkostenrechnung v. a. dann sinnvoll, wenn man die Gewinnschwelle, den sog. Break-Even-Point, berechnen will. Der Break-Even-Point ergibt sich, indem man die gesamten fixen Kosten durch den Stückdeckungsbeitrag teilt. Ferner gibt es nicht nur die einstufige Deckungsbeitragsrechnung sondern auch eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung. Bei der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung erfolgt die Berechnung des Deckungsbeitrages folgendermaßen:

Erlös
- variable Kosten
= Deckungsbeitrag I
- gesamte fixe Kosten
= Deckungsbeitrag II

Bei der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden die jeweiligen fixen Kosten auf die jeweiligen Produkte und Unternehmensebenen verteilt. Jedoch können nicht alle fixen Kosten auf die jeweiligen Produkte verteilt werden. Diese werden separat als unternehmensfixe Kosten gekennzeichnet.
Beispiel einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung:

Erlös pro Produkt
- variable Kosten pro Produkt
= Deckungsbeitrag I pro Produkt
- produktfixe Kosten pro Produkt
= Deckungsbeitrag II pro Produkt
- unternehmensfixe Kosten
= Deckungsbeitrag III

Deckungsbeitrag hier wird der Faktor der gesamten kosten abgedeckt

Neben dem absoluten Deckungsbeitrag, der wie oben berechnet wird, gibt es auch einen relativen Deckungsbeitrag. Der relative Deckungsbeitrag wird der Faktor verbrauch miteinbezogen, welcher benötigt wird, um den Deckungsbeitrag zu generieren. Um den relativen Deckungsbeitrag zu berechnen, muss man den Deckungsbeitrag durch den Produktionsfaktor verbrauch teilen. Sofern in einem Unternehmen ein Engpass für einen bestimmten Produktionsfaktor bestehen sollte und man kann aus diesem Produktionsfaktor viele Produkte herstellen, so kann man dem relativen Deckungsbeitrag zu Hilfe nehmen, um feststellen zu können, welches Produkt den Produktionsfaktor am besten ausnutzt und somit auch hergestellt werden soll. Mit der Berechnung des relativen Deckungsbeitrags erhält man die Opportunitätskosten für solchen Fall an, dass der Unternehmer sich gegen die Produktion des jeweiligen Produktes entscheidet. Beispielsweise ist die Produktionskapazität knapp. Somit muss man die Zeit, die für die Herstellung gebraucht wird, als eine entscheidende Einflussgröße in die Berechnung mit ein Fließen lassen. Somit ergibt sich der folgende relative Deckungsbeitrag: Deckungsbeitrag durch Zeiteinheit.